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40 Jahre Jugendclub Praunheim

Heute haben wir das 40-jährige Jubiläum des Jugendclubs Praunheim gefeiert. Damit ist der Jugendclub Praunheim unsere älteste Jugendeinrichtung. Die jetzige Feier war zugleich ein Neuanfang, denn der Jugendclub befand bis zum Jahr 2015 in Trägerschaft der Evangelischen Auferstehungsgemeinde. Zwei lange Jahre musste der Club ohne eigene Räume auskommen. Das alte Gebäude, in dem der Jugendclub ganze 37 Jahre beheimatet war, wurde 2015 abgerissen. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir seit Ende 2017 in den ehemaligen Praunheimer Werkstätten als neuer Träger mit der Offenen Jugendarbeit fortfahren konnten.

Das betonte auch Pfarrer Jürgen Mattis, unser Vorsitzender, in seinem Grußwort. Die Tradition und die Kontinuität sei „im Jugendclub Praunheim immer schon beispielhaft gewesen.“ Die reichhaltige Geschichte, über Generationen gelebt, dürfe nicht durch den Wegfall der Offenen Jugendarbeit beendet werden. Er freute sich sehr, dass mit dem Team um Johannes Löschner eine nachhaltige Pädagogik gewährleistet wird, die Jugendlichen Freiräume und viel Platz für kreative Entfaltung biete. Einen großen Dank sprach Mattis auch der Auferstehungsgemeinde aus, die sich über so lange Zeit um die Jugendarbeit in Praunheim verdient gemacht hat. Dass der Jugendclub nun in Trägerschaft unseres Vereins ist, sei auch nur mit Hilfe der Gemeinde möglich gewesen.

„Besonders im Bereich der Musik- und Medienpädagogik hatte der Jugendclub schon immer eine Vorreiterrolle“, sagte Professorin Dr. Daniela Birkenfeld, Dezernentin für Soziales, Jugend und Recht und beglückwünschte den Jugendclub. „Aber auch die Städtepartnerschaften wurden hier gelebt zum Beispiel auf Fahrten nach Lyon oder Birmingham“, so die Stadträtin. Aus Sicht einer Sozialdezernentin, „die in einem katholischen Jugendclub groß geworden ist“, kämen ihr die Geschichten und Erzählungen sehr bekannt vor. Gleichzeitig unterstrich sie ihre Freude, dass in den alten Praunheimer Werkstätten ein neuer Ort der Jugendarbeit gefunden werden konnte, was auch für die geflüchteten Kinder und Jugendlichen, die im Gebäudekomplex leben, eine Bereicherung darstelle.

Dass Pfarrer Volker Hofmann, der „13 Jahre Seite an Seite mit dem Jugendclub“ gelebt hat, die Pfarrstelle annahm, verdankt die Auferstehungsgemeinde nicht zuletzt den Rap-Künsten dreier Jugendlicher. Damals, als er sich für die Stelle interessierte, hätten ihn diese vor Ort auf den Club aufmerksam gemacht und etwas vorgerappt. Das beeindruckte ihn sehr, so dass er sich mit Freude für Praunheim entschied, sagte er im Gespräch mit unserer Geschäftsführerin Miriam Walter. Selbst im Jugendclub aktiv gewesen ist das heutige Kirchenvorstandsmitglied Michael Dorgarten, der nicht nur einiges im Club renovierte, als er mit 18 das erste Mal einen Fuß hinein setzte. Er erinnerte sich auch an die vielen Feste der Gemeinde, die vom Club unterstützt wurden, und die Jugendbegegnungen in Polen, die positive Eindrücke bei ihm hinterließen. Vor allem aber war für ihn der Jugendclub Praunheim immer ein „guter Ort für Jugendliche.“ Das betonten auch die vielen Jugendlichen, die in einer kleinen Video-Dokumentation dem Jugendclub gratulierten. Was zukünftig noch alles möglich ist, wurde auch im Gespräch mit Saz-Rock e.V. deutlich. Im Jugendtreff Westside 488 bieten wir seit 2017 gemeinsam Angebote für Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren an drei Tagen an. Insa Kleimann von Saz-Rock e.V. betonte, dass die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Trägern eine Bereicherung für den ganzen Sozialaraum sei. So könne jeder voneinander lernen, was förderlich für die Jugendarbeit sei. Beide Einrichtungen werden auch in Zukunft viele Projekte miteinander initiieren.

Wir sagen „Herzlichen Glückwunsch! Auf weitere 40 Jahre Jugendclub Praunheim!“